"Amphibien und Reptilien als Bioindikatoren"

SchlingnatterAuf Frösche, Kröten und Schlangen sind viele Menschen nicht gut zu sprechen. Meist ekeln sie sich vor den "glitschigen" Amphibien oder fürchten sich vor den vermeintlich "gefährlichen" Schlangen. Dabei sollte man sich freuen, wenn man auf diese Tiere stößt. Da diese Tierarten besonders sensibel auf Umwelteinflüße und Habitatveränderungen reagieren, sind sie quasi ein Bioindikator für den Zustand eines Habitates oder Biotops. Amphibien nehmen über ihre Haut leicht Umweltgifte auf und sind somit ein Indikator für den chemischen Zustand eines Gewässers. Aufgrund ihrer jahreszeitlichen Wanderungen beanspruchen sie außerdem einen relativ großen Lebensraum mit verschiedenen Habitatstrukturen. Deshalb betrachten wir diese Artengruppe auch besonders bei unseren Arbeiten zu Lebensraumvernetzung und zu Wanderkorridoren. Reptilien hingegen sind nicht ganz so wanderfreudig wie Amphibien, bestechen eher durch ihre Standorttreue und Langlebigkeit. Aufgrund ihrer Standorttreue reagieren viele Reptilien sehr empfindlich auf Habitatveränderung und aufgrund ihrer Langlebigkeit und Stellung in der Nahrungskette können sie auch als Indikator für Umweltgifte dienen, die sich im Laufe ihres Lebens im Körper kummulieren können.

LaubfroschIm Auftrag des Landes Brandenburg kartiert Öko-Log zurzeit für die Pflege-und Entwicklungspläne (PEP) und FFH-Managementpläne des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin Anhang IV-Arten als Zielarten
Erfasst werden primär die charakteristischen Arten der Moor- und Feuchtgebiete: der Moorfrosch (Rana arvalis), die Rotbauchunke (Bombina bombina), der Kammmolch (Triturus cristatus), sowie der Laubfrosch (Hyla arborea).
Desweiteren sollen noch die typischen Reptilien-Leitarten der Moore, Heiden und des Halboffenlandes, die Kreuzotter (Vipera berus) und die Schlingnatter (Coronella austriaca), in die Planung einbezogen werden.


Eine Auswahl unserer herpetologischen Projekte


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