Vom Artenschutz zu einem veränderten Naturverständnis

Im Zentrum unserer Naturschutzprojekte standen meist einzelne Arten. Vom Aspekt des Artenschutzes ausgehend kommt man, je tiefer man in das Thema eindringt, sehr schnell zu einem ganzheitlichen Naturverständnis. Der Schutz der Natur, so dass weiterhin natürlich Prozesse ablaufen können und die biologische Vielfalt gesichert ist, ist unser zentrales Anliegen. Naturschutzziele müssen hinsichtlich der Ansprüche unterschiedlicher Organismengruppen abgestimmt sein. Um in der genutzten Kulturlandschaft Erfolge verzeichnen zu können definieren wir die Ansprüche der Natur sehr detailiert und nennen die erforderlichen Parameter. Gerade Säugetierarten wie Wildkatze, Luchs oder Fledermäuse sind Sympathieträger um Naturschutzziele einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln.

Auch sekundäre Lebensräume wie die Bunkeranlagen des ehemaligen Westwalls haben inzwischen eine wichtige ökologische Bedeutung. Diese Bedeutung haben wir in einem zweijährigen Projekt zur "Faunistischen Bedeutung der Bunkernalagen des ehemaligen Westwalls in Rheinland-Pfalz" anhand der Säugetiere untersucht. In drei
Bunkerexkursionen im September 2005 wurden diese Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit und der Presse vorgestellt.

Unser aktuelles Naturschutzgroßprojekt ist die Erstellung der Pflege- und Entwicklungspläne, sowie der FFH-Managementpläne für das
Biosphärenreservat "Schorfheide-Chorin" - eines der größten Naturschutzfachkonzepte in Deutschland.
Das 1990 ausgewiesene Gebiet ist mit fast 1300km2 eines der größten Großschutzgebiete Deutschlands. Charakteristisch für das Reservat sind die späteiszeitlichen Moränenlandschaften mit ihren ausgedehnten Buchenwälder, Mooren und Hunderten von Seen.
Biber, Fischotter, Rotbauchunken, Sumpfschildkröten und diverse Greifvogelarten (z.b. Fischadler und Seeadler), nur um einige, der vielen Tierarten zu nennen, sind hier beheimatet.
Von 2009-2013 erfassen wir hier im Auftrag des Landes Brandenburg die Fledermäuse, Vögel, Amphibien, Reptilien, Insekten (Libellen, Heuschrecken, Tagfalter) und Säuger um die alten Managementpläne aus den frühen 90er Jahren an die heutigen Erfordernisse anzupassen.

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