Wenn Rehe in ideologische Grabenkämpfe verwickelt werden, bleiben Sachargumente leicht auf der StreckeBambiheger contra naturnahe Waldbauern? Dass eine Konfliktlösung beim "Schalenwildproblem" möglich ist, haben wir in unterschiedlichen Räumen gezeigt. Im Großherzogtum Luxemburg konnten wir zeigen, dass die mäßige Verbissbelastung eine natürliche Verjüngung der Haupt und Nebenbaumarten erlaubt. Allerdings gibt es auch hier kleinräumig Probleme, die aber durch geschicktes jagdliches Management umgangen werden können. Im Reichswald Kleve waren die Ansprüche Erholungssuchender, des Forstes und der Jagd unter einen Hut zu bringen. Die Vegetationskartieung zeigte, dass eine Umwandlung des Waldes ein geändertes Wildmanagement erfordert. Managmentkonzepte erstellten wir auch für das Forstamt Edersee und das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Voraussetzung war immer eine saubere Analyse der Einzelinteressen -frei von weltanschaulichen Vorurteilen- und die unabhängige Einschätzung der Vegetationsentwicklung. Die zu lösenden Probleme müssen zum Kriterium des Wildtiermanagments gemacht werden, nicht dubiose Bestandsschätzungen oder vorgeschobene ökologische Ungleichgewichte.
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