Barrieren für wildlebende Tiere durchlässiger gestalten

Bei der Waldbiotopkartierung in Frankfurt/M. stießen wir 1992 zum ersten mal auf die Problematik, dass in einem stark fragmentierten Waldgebiet viele Arten in den letzten Jahrzehnten verschwunden waren, obwohl die Lebensräume von ihrer Ausstattung her geeignet erschienen.

Für das LUWG Rheinland-Pfalz organisieren wir den Arbeitskreis Wildtierkorridore. Diesem Arbeitskreis gehören Vertreter der Naturschutzbehörden, der Verkehrsbehörden, der Landschaftsplanung, der Naturschutzverbände, der Forstverwaltung, der Jäger sowie mehrere selbständige Spezialisten an. In einer ersten Zusammenfassung hat das LUWG nach unserer Vorarbeit einen Vorentwurf Wildtierkorridore in Rheinland-Pfalz vorgestellt.

Mit dem für den Naturschutzbund erarbeiteten Bundeswildwegeplan des NABU hat unser Team erstmals ein Konzept vorgelegt, welche Schritte erforderlich wären, um in Deutschland wieder einen Verbund der Lebensräume von Wildtieren zu schaffen. Der NABU Bundeswildwegeplan war die Initialzündung für eine breite politische Diskussion wie die Barrierwirkung der bestehenden Verkehrswege gemindert werden kann. Diese Diskussion hat inzwischen den Bundestag, verschiedene Länderparlamente und die zuständigen Ministerien erreicht.

Methodische Grundsätze werden in einer Veröffentlichung von Mathias Herrmann dargestellt: Methodische Ansätze zur Erhebung und Einbeziehung wildbiologischer Daten in ein Wildtierkorridorsystem

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